Donnerstag, 2. April 2009

DIE PFERDE


Die Pferde sind alle seit vielen Jahren bei mir, die meisten schon seit ihrer Geburt. Sie sind sehr menschenbezogen und lassen sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Heute jedenfalls...
Als ich 1999 Respire als zweijährigen Wildhengst kaufte, dachte der nur daran, wie er mir am schnellsten wieder entwischen konnte. Menschen kannte und mochte er genau so wenig wie Kraftfutter. Kam ich ihm zu nah, drohte er zu schlagen und zu beißen. Heute, zehn Jahre später, setze ich die unerfahrensten Reiter auf ihn, weil er der gelassenste und bravste von allen geworden ist.
Nadeanda bekam ich als zwei Monate altes Fohlen geschenkt, Vagalume ist ihr Sohn und Alegria ihre Tochter. Sie leben als kleine Herde auf einem weitläufigen Gelände mitten hier im Dorf und freuen sich über die Ausflüge und vor allem das Baden im Fluss genau so wie die Reiter.

NADEANDA


... ist die Chefin. Zieht von Null auf Hundert in 0,3 Sekunden. Kann Gedanken lesen. Duldet keine anderen Stuten neben ihr und nur mürrisch unsichere Reiter auf ihr. Überhaupt ist sie manchmal schlecht gelaunt. Aber dafür ein echter Torpedo. Und wenn sie jemanden mag, dann kann sie auch richtig kuschelig werden.

Alter: 8 Jahre
Stockmaß: 1,48 m

RESPIRE


Ist so großzügig, dass er bei kleineren oder weniger erfahrenen Reitern von selbst einen Schritt langsamer geht. Dass er ein echter Macho und Hengst ist, zeigt er durch leidenschaftlkiches Wiehern beim Anblick hübscher Stuten. Aus der Ruhe bringen ihn die Damen trotzdem nicht. Außer Nadeanda, wenn sie ihm mal wieder davon rennt. Dann wiehert er - erst beleidigt und schließlich verzweifelt. Sie wartet trotzdem nie auf ihn.

Alter: 12 Jahre
Stockmaß: 1,44 m

Mittwoch, 1. April 2009

ALEGRIA


Ist mit ihren vier Jahren schon zum zweiten Mal Mutter - weil sie gleichzeitig mit einem unvergleichlichen Unschuldsblick gucken und immer wieder einen Weg finden kann, geheime Liebschaften zu leben. Leider ist sie deswegen mit dem Wachsen nicht sehr weit gekommen - aber dafür ist die Kleine besonders bei Kindern beliebt. Alegria schmust wahrscheinlich von allen Pferden am liebsten und liebt auch menschlichen Nachwuchs sehr.

Alter: 4 Jahre
Stockmaß: 1,35 m

VAGALUME


Der älteste Sohn von Nadeanda hat besonders weiche Gänge und ist sanftmütig und zärtlich - aber ein Hengst. Zeichen seiner erwachsenen Männlichkeit ist eine Macke am linken Ohr: Da hat ihn Respire zu fassen bekommen, um zu bekräftigen, dass er den Kleinen nicht länger in seiner Herde akzeptiert. Seit dem Ohrbiss lebt Vagalume ein paar Hundert Meter vom Rest der Familie entfernt, wo ihn gelegentlich diskret rossige Stuten besuchen.

Alter: 5 Jahre
Stockmaß: 1,49 m

Montag, 30. März 2009

ROUTEN


Alle Ausflüge beginnen in Suape. Sie führen durch das hügelige Gelände einer ehemaligen Zuckerrohrplantage, deren Sand- und Lehmwege immer wieder zu Galoppaden einladen. Vorbei an den Pflanzungen und Lehmhäusern der Kleinbauern, die heute auf dem Gelände leben, gelangen wir schließlich an das Ufer des Flusses Massangana. Dort erwartet uns klares kühles Wasaser zu einem erfrischenden Bad für Pferde und Reiter. Unter Cashewbäumen können wir in der Bar von Eloi in Hängematten schaukeln, frische Fruchtsäfte oder Kokoswasser trinken oder gegrillten Fisch speisen. Nach einer ausgiebigen Pause geht es über eine ander Strecke zurück ins Dorf. Je nach Vorkenntnissen der Reiter kürzen wir ab oder nehmen einen längeren Weg, auf dem mehr galoppiert werden kann. Die Ausflüge dauern inklusive Pause 3-4 Stunden, Speisen und Getränke sind nicht im Preis enthalten.

Für erfahrenere Reiter sind auch Ganztagestouren möglich, bei denen wir anfangs ebenfalls durch die Zuckerrohrplantage reiten, dann aber weiter ziehen durch atlantischen Regenwald bis zum weiten leeren Strand von Paiva, wo wir nach einer ausgedehnten Galoppade am Strand die Pferde absatteln und im Schatten grasen lassen, während die Reiter in einer kleinen Strandbar Pause machen. Es ist Gelegenheit zum ausgiebigen Bad im Meer, dessen hohe Wellen auch die örtlichen Surfer lieben. Am Nachmittag, wenn die Sonne allmählich schwächer wird, geht es zurück: je nach Gezeitenstand ein gutes Stück am Strand entlang, sowie über Lehmwege und durch Wohnsiedlungen über den Strandort Gaibu bis nach Suape.

Weitere Routen - zum Beispiel in das historische Dorf Nazaré oder bis zur Bucht von Calhetas - nach Absprache.

Sonntag, 29. März 2009

UNTERWEGS - FOTOGALERIE






VORAUSSETZUNGEN


So geht's natürlich gar nicht! Kinder können erst ab etwa 12 Jahren allein auf einem Pferd reiten. Kleinere, wie die mutige Lili im Bild, dürfen notfalls bei mir oder bei Papa und Mama mit auf dem Pferd sitzen.

Ansonsten: Wer einigermaßen sportlich ist und einen guten Gleichgewichtssinn hat, kommt im Allgemeinen mit meinen Pferden bestens zurecht - auch ohne große Reiterfahrung.

Empfehlenswert ist es, lange Hosen und geschlossene Schuhe zu tragen, um sich nicht am Sattelzeug aufzuscheuern. Ein guter Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung sind ebenfalls ratsam. Für das Bad im Fluss außerdem bitte Badesachen einpacken!

PS. Da meine Pferde von eher bescheidener Größe sind, können sie nur Reiter bis zu einem Gewicht von etwa 80 kg tragen.

Freitag, 20. März 2009

UNTERRICHT

Für Anfänger biete ich auch individuelle Reitstunden: Da der Umgang mit meinen Pferden durch gegenseitiges Vertrauen und Sanftheit geprägt ist, reichen meist wenige Stunden, um sich sicher zu fühlen.

Wer Ferien in Suape oder Gaibu verbringt, kann einen Mini-Reitkurs buchen, der fünf Tage dauert: Bei jeweils etwa einstündigen Ausritten in der Umgebung von Suape entwickeln die Schüler ihren Gleichgewichtssinn und lernen im Einzelunterricht die wichtigsten Hilfen und Grundsätze des gewaltfreien Reitens kennen.